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Warum sind langfristige Mitarbeiterbindungen so wichtig?

In der Vergangenheit bedankten sich Unternehmen für den erreichten Erfolg mit Bonuszahlungen oder Gehaltserhöhungen bei ihren Miterabeiter:innen. Direkte finanzielle Anreize waren im Grunde die einzigen Motivationsmittel, die in der Arbeitswelt eingesetzt wurden. Somit war es für größere Konkurrenzunternehmen vergleichsweise einfach, Mitarbeiter:innen abzuwerben und für sich zu gewinnen. Diese Zeiten gehören größtenteils der Vergangenheit an. In der Arbeitswelt hat man längst erkannt, dass sich die Zufriedenheit der Beschäftigten direkt auf den Erfolg eines Unternehmens auswirkt. So haben sich verschiedene Strategien zur Mitarbeiterbindung etabliert, in die wir Ihnen in diesem Artikel einen Einblick geben.

Sie erfahren, warum es sinnvoll ist, sich bei der Auswahl neuer Mitarbeiter:innen Zeit zu nehmen. Außerdem stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen angenehmer zu gestalten und dadurch die Zufriedenheit der Beschäftigten zu steigern. 

Was ist Mitarbeiterbindung?

Die Mitarbeiterbindung gehört zum Aufgabenfeld der Personalabteilung und hat das Ziel, die Beschäftigten langfristig im Unternehmen zu halten. Für eine erfolgreiches Umsetzen dieses Vorhabens gibt es eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten. In jedem Fall soll mithilfe von positiven Anreizen ein attraktives Arbeitsklima geschaffen werden, in dem sich jede einzelne Person wohlfühlt.

Mitarbeiterbindung fängt mit dem Einstellungsprozess an

Die Suche nach geeignetem Personal ist teuer. Zunächst wird ein Anforderungsprofil erstellt und ein entsprechendes Jobangebot auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht. Anschließend werden die Bewerbungsunterlagen gesichtet und sortiert. Bewerber:innen, die in das Profil des Unternehmens passen, werden in der Regel zu mehreren Gesprächen eingeladen. Letztlich wird der Arbeitsvertrag unterzeichnet - doch der Einstellungsprozess ist damit noch nicht beendet. Nun beginnt der Einarbeitungsprozess, das sogenannte Onboarding, der abhängig vom Umfang der Aufgaben einige Monate andauert. 

Das Unternehmen bringt ein hohes Maß an zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen auf, um eine:n neue:n Mitarbeiter:in zu finden und einzustellen. Hierbei ist weiterhin wichtig zu bedenken, dass die Suche sowie der Einstellungsprozess länger andauert, wenn leitende Positionen im Unternehmen besetzt werden sollen. 

Wie kann die Abwanderung von Mitarbeiter:innen vermieden werden?

Der wohl wichtigste Grundbaustein für ein stabiles Team von Beschäftigten ist Zufriedenheit. Schaffen es Teamleiter:innen ihre Mitarbeiter:innen langfristig zufriedenzustellen, fördert das neben der Bindung an das Unternehmen die Leistungsfähigkeit.

Diese Faktoren sind entscheidend

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung drei Faktoren maßgebend sind: Fähigkeiten, Wertvorstellungen und Interessen. 

Fähigkeiten

Beschäftigte müssen die richtigen Kompetenzen für die geforderten Arbeiten mitbringen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Unternehmen im Rahmen des Einstellungsprozesses wenig bzw. gar keine Kompromisse in diesem Bereich eingeht. Denn das Gefühl im Arbeitsalltag über- bzw. unterfordert zu sein, führt sehr schnell zu Unzufriedenheit und in der Folge zu Abwanderungsgedanken. 

Wertvorstellungen

Weiterhin ist es wichtig, dass sich die Wertvorstellungen des Beschäftigten mit denen des Unternehmens decken. In der Regel erhalten Interviewer:innen in den Vorstellungsgesprächen einen guten Eindruck, ob es zu einer Überschneidung kommt oder nicht. Langfristig kann es sehr demoralisierend für eine:n Mitarbeiter:in sein, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem die eigenen Wertvorstellungen nicht geteilt werden. 

Interessen

Viele Personen versuchen einen Job in einem Feld zu finden, welches sich weitgehend mit den eigenen Interessen überschneidet. Denn dies erhöht die Freude an der Arbeit und führt zu einer höheren Leistungsfähigkeit. Mitarbeiter:innen, die Spaß an ihrer Arbeit haben, gehen öfter über die Anforderungen hinaus und bringen eigene Ideen ein. Zudem nehmen monetäre Anreize wie Boni oder ein hohes Gehalt einen niedrigeren Stellenwert bei der Wahl des Arbeitsplatzes ein, wenn dieser im Feld der persönlichen Interessen des:r Bewerber:in tätig ist. 

Gestaltung der Unternehmenskultur 

Die bisher genannten Faktoren beschreiben Voraussetzungen einer erfolgreichen Mitarbeiterbindung auf der persönlichen Ebene. Sie bilden eine solide Basis für die langfristige Zusammenarbeit. Doch neben dem gut strukturierten Einstellungsprozess gibt es auf der Unternehmensseite zahlreiche weitere Möglichkeiten, um Mitarbeiter:innen anzuwerben und zu binden.

Angenehme Arbeitsatmosphäre

So stellen viele Unternehmen ihren Beschäftigten verschiedene Produkte zur Selbstverpflegung zur Verfügung. Dort finden sich zum Beispiel Kaffeeautomaten, Obst und Gemüse, Müslibars, verschiedene Sorten Milch und Bereiche eigenes Essen zuzubereiten - alles komplett kostenlos für die Mitarbeiter:innen. Besonders in Startup-Büros ist dies eine beliebte Methode, den Arbeitsplatz angenehmer zu gestalten. 

Flexibilität schafft Vertrauen

Die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit gewinnt für Beschäftigte immer mehr an Bedeutung. Vor allem für jüngere Arbeitnehmer:innen, die eine Familie gründen wollen, sind flexible Arbeitszeitmodelle entscheidend. Oftmals basieren diese auf einem Vertrauen, denn die Mitarbeiter:innen tragen Beginn, Pausen und Ende selbst entweder in entsprechende Tools oder andere Tabellen ein. Neben der Möglichkeit, den eigenen Alltag besser organisieren zu können, signalisiert dies ebenfalls Vertrauen in die Person und ihre Arbeit.

Bereitstellen von Weiterbildungs- und Förderungsmöglichkeiten 

Um als Unternehmen konkurrenzfähig zu bleiben, sind regelmäßige Weiterbildungen ein Muss. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeiter:innen die Chance zu geben, sich in ihrem Feld weiterzuentwickeln und Neues zu lernen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein Budget für relevante Fachliteratur oder die Teilnahme an Seminaren bzw. Vorträgen. Die neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse können anschließend im Unternehmen angewendet und anderen Mitarbeiter:innen geschult werden. 

Angebote Abseits des Arbeitsplatzes

Kreative, individuelle Angebote Abseits des Arbeitsplatzes eignen sich besonders gut, um das eigene Unternehmen attraktiv zu machen. Die Angebote können dabei so vielfältig, wie die Interessen der Beschäftigten sein. Um die Anfahrt zum Arbeitsplatz zu unterstützen, kann entweder ein Jobticket, die Nutzung eines Firmenwagens oder einer Tankkarte sein. Firmenfahrräder sind ebenfalls gern genutzte Mittel zur Mobilität, welche sich für gewöhnlich in den Sommermonaten großer Beliebtheit erfreuen.

Den ganzen Tag im Büro zu sitzen, kann auf Dauer die Beweglichkeit einschränken und müde machen. Aus diesem Grund ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Viele Unternehmen haben dies erkannt und bieten ihren Mitarbeiter:innen vergünstigte Mitgliedschaften in Fitnessstudios oder die Nutzung von Apps wie Urban Sports Club an. Eine weitere Möglichkeit ist die Organisation von Betriebssport, bei dem sich regelmäßig zusammen mit Kolleginnen und Kollegen körperlich betätigt wird.

Leben, um zu arbeiten?

Ein hohes Gehalt allein reicht in der Regel nicht aus, um gutes Personal einzustellen und langfristig im Unternehmen zu halten. Alternative Anreize werden immer wichtiger und sollten über Bonuszahlungen und Gutscheine hinausgehen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein guter Ansatz sind hierbei flexible Arbeitszeitmodelle und Unterstützung für eine gesunde Lebensführung.

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